




Muss ein Mann mit zur Geburt?
Es gilt als NORMAL, dass ein Mann, i.d. R. der Vater des Kindes mit zur Geburt geht.
Doch wollen wirklich alle Väter das?
Sicher ist, heute fügen sich noch viele Männer dem äusseren Druck. Die Frage nach „Na gehst du mit zur Geburt?“ lässt bei Freunden und Familie oft nur eine Antwort zu „Na klar.“, auch wenn die Männer Angst davor haben. So vermeiden Sie anstrengende Diskussionen um „Dann bist du kein richtiger Mann!“, „Du Angsthase!“ oder „Wie, du willst deine Frau das ganz alleine durchstehen lassen?“.
Paare sollten sich über dieses Thema frühzeitig vor oder während einer Schwangerschaft unterhalten. Nur so können Vorstellungen und Ängst frühzeitig besprochen werden und der Druck für den Mann verringert werden.
Denn steht seine Frau hinter seiner Entscheidung, nicht direkt mit bei der Geburt dabei zu sein, wird es einfacher dieses Vorhaben auch nach aussen zu vertreten und einzuhalten.
Viele Männer, die nur aus Druck und Erwartung der Familie bei einer Geburt dabei waren, leiden noch lange Zeit danach unter den Eindrücken. Denn eines sollte klar sein, eine Geburt ist kein Kindergeburtstag, sie bedeutet - im Regelfall - immer Schmerzen, Blut und große Emotionen in einem meist nicht sonderlich intimen Rahmen einer Geburtsstation.
Viele Männer verkraften einfach nicht, ihre Partnerin so leiden zu sehen. Wenn dann noch Blut und andere Körperflüssigkeiten oder eine Nachgeburt dazu kommen, sind sie schnell mit der Situation überfordert. Die Eindrücken prägen sich dann manchmal zu fest ein und bleiben auch noch Wochen oder Monate nach der Geburt im Gedächtnis.
Durch Erinnerungen an die Geburt des Kindes sind Männer manchmal anschließend im Umgang, insbesondere in der Sexualität, mit ihrer Partnerin gehemmt.
Hast du also einen sehr empfindsamen Partner oder bist du selber ein Mann, der meint, eine Geburt nicht miterleben zu wollen, dann kläre dies rechtzeitig.
Denn wer Mut zum „Nein“ hat, ist noch lange kein Angsthase!
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