




Präventionsmöglichkeiten von Neurodermitis in der Schwangerschaft
Die Hautkrankheit Neurodermitis ist chronisch aber nicht ansteckend. Typische Kennzeichen oder Symptome der Neurodermitis sind starker Juckreiz, der in Schüben auftritt und oft an Kniekehlen, Armbeugen und im Bereich des Halses den Neurodermitiker quält. Durch Schwitzen, dass der Neurodermitiker in der Regel weniger tut, aber an den genannten Stellen eben doch verstärkt, wird dieser Juckreiz noch multipliziert.
Oft kommt es auch zu nässenden, teilweise durch das häufige Kratzen, zu blutigen Ekzemen, die die Haut des Neurodermitikers wenig ansehnlich machen. Darunter leider insbesondere jungen Frauen.
Neurodermitikern macht zudem ihre sehr trockener Haut zu schaffen. Dies macht sich meist nach Wasserkontakt – nach dem Duschen, nach dem Baden, aber auch nach einem Regenschauer - bemerkbar, wenn die Haut so sehr spannt, dass der Patient sofort nach Salben und Cremes greift, um den Fettverlust auszugleichen.
Neurodermitis wird vererbt, hat aber auch andere Ursachen als Grundlage. Umwelteinflüsse und Stress sowie Allergien auf bestimmte Substanzen gelten als weitere Einflussfaktoren. Man spricht daher auch von einer multifaktoriellen Krankheit, es gibt viele Auslöser, die das Krankheitsbild bestimmen.
Die Neurodermitis gilt heute als noch nicht heil- aber behandelbar. Der frühzeitigen Prävention der Krankheit kommt damit eine hohe Bedeutung zu.
Noch vor der Geburt des Säuglings kann, durch eine entsprechende Diät (Meiden von potenziellen Allergenen), die unbedingt mit dem Frauenarzt abgesprochen werden sollte, die Wahrscheinlichkeit des späteren Ausbrauch der Neurodermitis beim Baby reduziert werden. Dabei sollte unbedingt beachtet werden, dass es zu keiner Mangelernährung des Ungeborenen kommt.
Studien aus Skandinavien konnten belegen, dass auch eine pränatale (vorgeburtliche) Einnahme von Probiotika während der Schwangerschaft förderlich sein kann. So konnten die Forscher nachweisen, dass die Einnahme von Probiotika, die nichts anderes als hochdosierte Milchsäurebakterien darstellen, die im übrigen auch in Molke und Joghurt vorkommen, die Wahrscheinlichkeit und die Intensität der Neurodermitis beim Kind deutlich reduzieren.
Nach der Geburt sollte mindestens 6 Monate gestillt werden. Dies verhindert, dass der Säugling erst sehr spät extern zugeführten Allergenen ausgesetzt wird. Falls die Mutter nicht stillen kann oder nicht stillen will, bietet sich auch die Verkostung von hypoallergener Säuglingsnahrung an, die es in jeder Apotheke zu kaufen gibt. Aber auch dieser Schritt sollte auf jeden Fall mit dem Frauen- oder Kinderarzt besprochen werden.
Rauchen und Passivrauchen sind ein absolutes „No Go“. Nikotin wirkt sich negativ auf das Immunsystem aus und es wurde mehrfach bewiesen, dass Rauch die Intensität der Neurodermitis fördert.
Zudem sollten sämtliche Maßnahmen getroffen werden, um Hausstaubmilben in den eigenen vier Wänden zu reduzieren. Dazu sollte die Bettwäsche regelmäßig und im Idealfall bei 60 Grad gewaschen werden. Zudem sollte die Wohnung fortlaufend gelüftet werden und, wenn es das Budget erlaubt, Teppichböden weitgehend aus der Wohnung verbannt werden.
Auch das Meiden von Haustieren wie Hund oder Katze sollte in Betracht gezogen werden, da Neurodermitiker oft gegen diese Haustiere allergisch reagieren.
Weitere Informationen zu Präventionsmöglichkeiten bei Neurodermitis finden sich unter:
http://jucknix.de/neurodermitis-vorbeugen-in-der-schwangerschaft.
Family meets friends dankt jucknix.de für diesen Beitrag.